Jedes Kind ist anders

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Und jede Erwartungshaltung auch. Irgendwie finde ich die hierzulande weitverbreitete Erwartung, ein Kind müsse alleine ein- und durchschlafen (und zwar am besten im eigenen Zimmer) wenn es wenige Monate alt ist, ziemlich blöd. Von allen Seiten rieselt es auf einen nieder. Verwunderung, Erstaunen, Entsetzen, Ratschläge noch und nöcher, damit unsere Tochter endlich mal schläft wie ein Erwachsener. Dabei ist sie erst acht Monate alt.

Nein, sie schläft nicht durch. Und sie schläft auch nicht alleine ein. Nur in sehr seltenen Fällen lässt sie sich schlafend ablegen. Und das ist auch ganz normal, natürlich und gesund. Am besten schläft sie, wenn sie sich sicher und in unserer Nähe fühlt. Also schläft sie nachts direkt neben mir. Das Beistellbett war ihr schon seit der Geburt zu weit von mir entfernt, denn nachts werden immer mal Arme und Beine nach mir ausgestreckt. So ist bei uns alles in bester Ordnung. Und wenn Nele nicht gerade Zahnungsbeschwerden oder einen Entwicklungsschub hat, dann haben wir auf diese Weise die besten Nächte. Es klappt allerdings auch erst so richtig gut, seit ich mich von dem Zwang befreit habe, Nele müsse doch unbedingt demnächst mal alleine im eigenen Bett schlafen.

Nach zahlreicher Lektüre, vornehmlich aus Australien, denke ich, Nele wird das schon machen. Wenn sie so weit ist.